Кладбище в Мюльбурге. Фото родового склепа Марии-Луизы Кашниц

1248 wurde das Dorf Mühlburg unter dem Namen “Mulenberc” in einer badischen Urkunde zum ersten Mal erwähnt. Zu seiner frühen Anlage gehörte eine Burg südlich der heutigen Lameystraße mit einem etwas abseits an der Alb gelegenen Mühlgebäude. Obwohl Mühlburg zum Ende des 17. Jahrhunderts durch den Markgrafen Friedrich Magnus zur Stadt erhoben wurde, erfuhr es keine wesentliche Bevölkerungsentwicklung und wurde letztlich 1886 zur Stadt Karlsruhe eingemeindet.

Prägend für den heutigen Stadtteil war die Anlage des Schlosses für den Markgrafen Wilhelm Ludwig und seiner nicht standesgemäßen Frau Wilhelmine Christine Schortmann, die später zur Freifrau von Seldeneck erhoben wurde. Aus deren nach und nach erworbenem Grundbesitz entstand 1770 die “Seldenecksche Brauerei”. Die 1849 angelegte Grabstätte der Familie ist heute Teil des Mühlburger Friedhofes. Zur Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Gemeinde westlich der Brauerei Land für die Anlage eines Friedhofes zu erwerben, der 1857 an der Lerchenstraße eröffnet wurde. Die Seldenecksche Gräberstätte befindet sich im Feld Nr. 5. Die Dichterin und Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz, die zu den Nachkommen der Familie gehört, schrieb wie sie sich beim Versteckspiel auf dem Friedhof “am Grabstein der Ahnin” freischlug.

Im nördlichen Teil der Anlage fällt hervorgehoben die Grabstätte der Familie Pfeifer auf. Arthur Pfeifer gehörte zu der Architektengruppe Pfeifer und Großmann, die unter anderem dem Gebäude der heutigen Deutschen Bank in der Kaiserstraße, dem Gasthaus “Krokodil” am Ludwigsplatz und auch der Friedhofskapelle in Grötzingen ihr Aussehen gaben.

Kriegsgräberanlage mit Skulptur von Carl Egler
1961 wurde im Eingangsbereich des Friedhofes eine Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkrieges eingeweiht. 94 niedrige Sandsteinkreuze reihen sich im Halbkreis um die von Bildhauer Carl Egler geschaffene Frauen-Skulptur, die in opfernder Gebärde flehend zum Himmel blickt. Egler gestaltete auch den Wandschmuck der 1958 eingeweihten Friedhofskapelle, die direkt gegenüberliegt. Die Kapelle wurde unter Leitung des Architekten Wilhelm Wede erbaut. An deren rechten Außenwand finden sich Gedenksteine der Kriegsopfer aus den Reihen der Mühlburger Feuerwehr sowie der Sängervereinigung. Den Gefallenen des Ersten Weltkrieges wird in einer eigenen kleinen Anlage in der nordöstliche Ecke an der Friedhofsmauer gedacht. Seit einer Erweiterung im Jahre 1956 umfasst der Friedhof heute 2,26 Hektar.